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Kurzweilige Familienfeier

Walter Kilian und Karin Krüger 50 Jahre aktive Musiker

Der Musikverein "Harmonie" hatte am letzten Sonntag des Januars zu seiner alljährlichen Familienfeier ins Josefshaus eingeladen. Vorsitzender Richard Hartmann konnte dann auch zahlreiche Mitglieder und Freunde des Musikvereins begrüßen. Die Kapelle eröffnete unter Leitung ihres Dirigenten Willi Ehringer die Nachmittagsveranstaltung mit dem "Einzugsmarsch" aus der Operette "Der Zigeunerbaron" von Johann Strauß.

Im Mittelpunkt des ersten Teils des Programms standen Ehrungen von aktiven Mitgliedern des Vereins. Der Vorsitzende des Blasmusikverbandes Rhein-Neckar, Georg Werkmann, zeichnete Dr.-Ing. Jörg Söhner für 20-jähriges aktives Musizieren mit der silbernen Verbandsehrennadel aus. Brigitte Heger, Vanja Jurca und Volker Janisch erhielten für 30-jährige aktive Mitgliedschaft die goldene Ehrennadel mit einer Urkunde des Blasmusikverbandes Baden-Württemberg. Mit der Ehrennadel in Diamant und mit Urkunde wurden Adolf Hocker für 40-jährige, Walter Kilian und Karin Krüger für 50-jährige aktive Mitgliedschaft geehrt.

In seiner Laudatio hob Georg Werkmann die im Blasmusikverband Baden-Württemberg einmalige Ehrung von Karin Krüger hervor, die vor 50 Jahren als junges Mädchen in die Jugendkapelle des Musikvereins eintrat und heute immer noch aktiv musiziert. Männer, die 50 Jahre und länger Blasmusik machen, gibt es häufiger, bei Frauen ist diese Ehrung einmalig.

Richard Hartmann bedankte sich bei den Geehrten und überreichte ihnen ein kleines Erinnerungsgeschenk des Vereins. Zum Abschluss der Ehrungen spielte die Kapelle den Marsch "Alte Kameraden".

Den zweiten Teil des Programms eröffnete der musikalische Nachwuchs des Vereins. Saskia Auer spielte auf ihrer Klarinette ganz allein zwei kurze Stücke, die mit viel Beifall bedacht wurden.

Dominik Karl, Florian Rimpf und Alexander Sügis zeigten dem aufmerksam lauschenden und nicht mit Beifall geizenden Publikum, was sie schon als Trompeter gelernt haben.

Die Klarinettensektion der Musikschüler spielte anspruchsvolle mehrstimmig geschriebene Stücke. Lisa Anweiler, Nina Schweiger, Adrian Sturm und Raphael Askani, erhielten für ihren Vortrag den berechtigten Applaus der Zuhörer.

Jaqueline Heger, Christiane Seitz und Arne Ruban trugen souverän eine dreistimmige Komposition auf ihren Querflöten vor. Arne Ruban spielte im Anschluss daran auf seiner Querflöte das Stück Serata D'amore des brasilianischen Komponisten Pattapio Silva. Am Klavier wurde er dabei von Alexander Hartmann begleitet.

Da er sich, wie er sagte, kompetent für Dinge fühle, die das höhere Alter betreffen, trug Willi Ehringer zwei Couplets vor, die für Heiterkeit im Publikum sorgten. Das erste Stück handelte von einem zerstreuten Professor, der sich vornahm, in den Stand der Ehe zu treten, sich aber später nur noch daran erinnerte, dass er in etwas treten wollte. Das zweite Stück "Nehmen's 'nen Alten" war von Otto Reutter, der damit den Damen die Vorzüge eines älteren Herrn beschrieb.

Mit der Arie des Figaro aus der Oper der Barbier von Sevilla wurde noch richtige Kunst auf der Bühne des Josefshauses geboten. Sehr zum Vergnügen der Zuschauer kämpfte Richard Hartmann in der Rolle des engagierten Tenors mit den Tücken der Technik bei seinem Playback-Vortrag.

Im weiteren Verlauf der Veranstaltung waren im Rahmen einer von Adolf Hocker und Rudi Askani organisierten Sonderverlosung noch attraktive Preise zu gewinnen. Mit Unterhaltungsmusik der Blaskapelle klang der kurzweilige Familiennachmittag aus.


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